Meine Trading-Woche 35/2026: Vier Evals verloren, vier ersetzt

Von Trading-Woche

Am Montag durchbrachen vier Evaluations gleichzeitig ihren Trailing Drawdown — der „teuerste“ Tag seit Portfolio-Start. Was danach kam: Ersatzkonten, kleinere Positionsgröße und zwei grüne Tage. Warum genau dieser Ablauf zum Prop-Trading-Modell gehört.

Meine Trading-Woche 35/2026 – vier verlorene Evals und der Neustart mit Ersatzkonten

Diese Woche ist das eingetreten, worüber ich hier von Anfang an geschrieben habe: Konten gehen verloren. Am Montag durchbrachen vier der sechs Evaluations ihren Trailing Drawdown — LucidFlex, Tradeify Select, Apex Legacy und die TradeDay-Eval, alle am selben Tag, weil alle dasselbe Setup handeln. Die vier Konten wurden noch am Montag ersetzt und stehen jetzt als „Gescheitert" im Archiv des Portfolios.

Das ist der teuerste einzelne Tag seit Portfolio-Start, und trotzdem kein Drama: Genau für diesen Fall besteht das Portfolio aus mehreren Konten, und genau deshalb steht die Kostenbilanz offen auf der Seite. Der Rest der Woche lief mit kleinerer Positionsgröße — zwei grüne Tage, ein roter, Freitag frei.

Die Woche in Zahlen

  • Montag (−2.163,64 $): Max Loss in beiden Gruppen. In Gruppe A durchbrachen LucidFlex, Select und Apex Legacy ihren Trailing Drawdown, in Gruppe B die TradeDay-Eval. Das Funded-Konto und Apex Legacy II standen ebenfalls kurz vor der Grenze und wurden per Scalping verteidigt — der Tagesverlust dort blieb klein. Die vier Evals wurden ersetzt.
  • Dienstag (+646,32 $): Erster Tag mit den Ersatzkonten, bewusst mit verringerter Positionsgröße. In Gruppe A gab es technische Probleme mit dem Trade-Kopierer — nicht alle Konten wurden ausgelöst. Gruppe B holte je rund +295 $.
  • Mittwoch (+1.137,72 $): Je ein MES-Long pro Gruppe, alle sechs Konten grün. Positionsgröße jetzt bei 6 MES oder 3 MNQ — erstmal wieder Groove reinbekommen hier.
  • Donnerstag (−890,04 $): Gegenläufiger Tag: Gruppe B nahm am Morgen die Short-Seite mit und schloss grün (+553 $), Gruppe A kam später mit zwei Longs dazu und wurde beide Male ausgestoppt (−1.443 $).
  • Freitag (0 $): Freigenommen. Nach so einer Woche ist ein freier Freitag die beste Position.

Unterm Strich: −1.269,64 $ in der Woche, Portfolio-Gesamtstand −1.079,20 $ nach 39 Handelstagen. Die tagesaktuellen Details gibt es wie gewohnt im Portfolio.

Was der Montag über den Trailing Drawdown zeigt

Ein Detail aus dem Archiv lohnt den Blick: Zwei der vier gescheiterten Konten standen am Ende im Plus — LucidFlex mit +77,54 $, Select sogar mit +558,64 $. Trotzdem sind beide gescheitert.

Das ist die Mechanik des Trailing Drawdown: Die Verlustgrenze zieht mit jedem neuen Hoch nach. Wer erst einen guten Lauf hat und dann eine Verlustserie erwischt, kann mit positivem Gesamtergebnis am Limit ankommen. Wie das im Detail funktioniert, steht im Artikel zum Trailing Drawdown — diese Woche war die Live-Demonstration dazu.

Was gut lief / Was nicht

Gut:

  • Das Funded-Konto und Apex Legacy II haben den Montag überlebt. So ist wenigstens der Funded-Account nicht gleich zersägt.
  • Die Reaktion: Positionsgröße runter, Ersatzkonten rein, weiter nach Plan. Kein Überkompensieren am Dienstag.
  • Zwei grüne Tage direkt nach dem schwersten Tag seit Start. Immerhin.

Nicht gut:

  • Der Montag selbst. Sechs Konten, ein Setup, ein Markt — wenn es schiefgeht, geht es überall gleichzeitig schief. Das ist der Preis des Copy-Trading.

Kontobewegungen und Kosten

Vier Evals wurden ersetzt: LucidFlex III und Select II führen die Namen ihrer Vorgänger weiter, dazu kommen Fast-Pass II bei TradeDay und ein Intraday Trail aus dem neuen Apex-Programm (Einmalzahlung statt Abo). Wollte eigentlich Legacy und habe mich verklickt. Die Ersatzkäufe kosteten zusammen 299,15 $ — damit steht die offene Kostenbilanz bei 718,60 $.

Eine verlorene Eval kostet eine überschaubare Gebühr und wird ersetzt. Das ist keine Schönfärberei, sondern die Kalkulation, auf der dieses Portfolio von Anfang an aufgebaut ist: Das Risiko liegt in den Gebühren, nicht im Handelskapital.

Die Drawdown-Puffer zum Wochenschluss: Alle sechs Konten liegen zwischen 1.100 $ und 2.150 $ — deutlich entspannter als vor einer Woche, als vier Konten im Warnbereich standen.

Fokus für nächste Woche

Die Positionsgröße bleibt erstmal kleiner und auch ein 1:1 wird mal mitgenommen, statt auf den großen Runner zu warten in einem Markt, der oft mehrmals manipuliert bis der Impuls kommt. Es heißt überleben, bis der Markt sein Regime wechselt und für mein Setup wieder besser liefert.

Der Markt entscheidet, wann es wieder läuft — meine Aufgabe ist nur, dann noch da zu sein.

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Simon Rimkus

Simon Rimkus @ der/proptrader

Auf derproptrader.de teile ich meinen Alltag als Futures-Trader mit Prop-Firmen. Ich handle ES & NQ mit dem Anchored VWAP und schreibe über meine Erfahrungen mit Evaluierungen, Funded-Accounts, Auszahlungen, Regelwerken und Trading-Psychologie — ehrlich, praxisnah und ohne Marketing-Blabla.

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