Meine Trading-Woche 33/2026: Wenn das Leben mithandelt

Von Trading-Woche

Zweite rote Woche in Folge — und diesmal war der Grund kein Chart: Der Fokus fehlte an mehreren Tagen. Warum ich an zwei Tagen bewusst gar nicht gehandelt habe und weshalb das Portfolio genau solche Phasen überleben können muss.

Meine Trading-Woche 33/2026 – eine abgelenkte Woche mit zwei bewussten Pausentagen

Diese Woche stand nicht der Markt im Weg, sondern das Leben: Ich kaufe gerade einen Gebrauchtwagen in Santo Domingo, und das ist hier nicht gerade ein Strandspaziergang. Der Kopf war entsprechend oft woanders — und am Ende steht die zweite rote Woche in Folge in den Büchern: −1.908 $. Warum ich damit trotzdem im Reinen bin, dazu gleich mehr.

Die Woche in Zahlen

  • Montag (−1.421,46 $): Nach zwei Break-even-Longs unter Session-VWAP und New-York-VWAP auf short gedreht, Ziel war das Tief der Opening Range. Die Bewegungen wurden jeweils nicht zu Ende gespielt — zwei Verlierer, danach nach einem Loser je Gruppe konsequent Schluss. Nebenbei habe ich die Kontogruppen neu sortiert, damit die Firmen-Paare auf der Portfolio-Seite sauber nebeneinander stehen.
  • Dienstag (−1.524,72 $): Vormittags Erledigungen in der Stadt, nachmittags dann doch an die Charts — zwei ES-Shorts in Gruppe A, beide voll ausgestoppt: Max Loss der Gruppe erreicht. Die kleine Verlustserie setzt sich fort. Das ist ätzend, muss aber ausgesessen werden.
  • Mittwoch & Donnerstag (0 $): Bewusst nicht gehandelt. Wer mit dem Kopf woanders ist, sollte es halt lassen — die Lektion aus dem allerersten Wochenbericht, diesmal vorher angewendet statt hinterher aufgeschrieben.
  • Freitag (+1.037,80 $): Ein einziger, zäher MNQ-Short in Gruppe A — 22 Minuten gehalten, immer wieder Geduld gefragt. Das kurzfristige Momentum fehlte, am Ende im nachgezogenen Stopp gelandet — mit Gewinn. Danach Feierabend.

Unterm Strich: −1.908,38 $ in der Woche, Portfolio-Gesamtstand +5.829 $ nach 31 Handelstagen. Die tagesaktuellen Details wie immer im Portfolio.

Was gut lief / Was nicht

Gut:

  • Zwei Tage komplett ausgesetzt, als der Fokus fehlte — das kostet keinen Cent, jeder erzwungene Trade hätte vermutlich welche gekostet.
  • Alle Verlusttage endeten an den Regeln (ein Loser je Gruppe bzw. Max Loss), nicht an der Hoffnung.
  • Der Freitag hat gezeigt, dass ein einzelner geduldiger Trade reicht, um eine zähe Woche zumindest mit einem hellgrünen Tag zu beenden.

Nicht gut:

  • Dienstagnachmittag „dann doch noch“ zu handeln, obwohl der Tag eigentlich anders verplant war, war rückblickend die schwächste Entscheidung der Woche.
  • Die Verlustserie aus der Vorwoche hat sich zu Wochenbeginn fortgesetzt — Montag und Dienstag liefen die Bewegungen jeweils kurz für uns und dann eben doch nicht durch.

Fokus für nächste Woche

Hoffentlich kehrt bald die Routine zurück. Trading-seitig bleibt der Fokus vom letzten Bericht unverändert bestehen: Setups sauberer wählen, an der Strategie ändert sich natürlich nichts. Und eine Sache zum Festhalten: Zwei rote Wochen, sechs Konten, und kein einziger Drawdown-Puffer ist bisher ernsthaft in Gefahr geraten. Genau solche Phasen muss ein Prop-Portfolio überleben können — dafür sind die Regeln da, und bisher tun sie ihren Job.

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Simon Rimkus

Simon Rimkus @ der/proptrader

Auf derproptrader.de teile ich meinen Alltag als Futures-Trader mit Prop-Firmen. Ich handle ES & NQ mit dem Anchored VWAP und schreibe über meine Erfahrungen mit Evaluierungen, Funded-Accounts, Auszahlungen, Regelwerken und Trading-Psychologie — ehrlich, praxisnah und ohne Marketing-Blabla.

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