Lucid Trading Kontomodelle im Vergleich
Vergleich von LucidFlex, LucidPro, LucidDirect und LucidMaxx: Regeln, Payouts, Drawdown und welches Lucid-Konto zu welchem Trader passt.

Lucid Trading ist einer dieser Anbieter, bei denen man schnell merkt: Das Angebot ist interessant, aber man sollte es vor der Entscheidung wirklich verstanden haben.
Auf den ersten Blick klingt alles recht einfach. Es gibt Einmalzahlungen statt monatlicher Subscription, keine zusätzliche Aktivierungsgebühr, End-of-Day Drawdown und mehrere Wege in den Funded Account. Genau das macht Lucid für viele Futures-Trader attraktiv.
Die eigentliche Entscheidung liegt aber eine Ebene tiefer: LucidFlex, LucidPro, LucidDirect oder später vielleicht LucidMaxx?
In diesem Artikel gehe ich die Modelle so durch, wie ich sie selbst vor einer Entscheidung prüfen würde. Ich versuche, Dir damit eine praktische Entscheidungshilfe zu geben: Welches Konto passt zu welchem Trader, wo liegen die Vorteile und welche Regeln sollte man nicht überlesen?
Kurzüberblick: Welches Lucid-Modell passt zu Dir?
Wenn Du nur eine schnelle Einordnung suchst, ist das die grobe Logik:
LucidFlex
Der beste Allrounder
Günstiger Einstieg, Evaluation mit 50%-Consistency, dafür im Funded Account keine Daily Loss Limit und keine Funded-Consistency.
LucidPro
Für schnellere Evaluationen
Keine Consistency in der Evaluation und dadurch theoretisch in einem Tag passierbar. Im Funded Account kommen dafür Profit Goal, Buffer und 40%-Consistency hinzu.
LucidDirect
Direkt funded, aber nicht automatisch leichter
Keine Evaluation. Du startest direkt im Funded Account, musst für Payouts aber Profit Goals und 20%-Consistency erfüllen.
LucidMaxx
Invite-only für starke Trader
Kein reguläres Einstiegsmodell. LucidMaxx ist ein späterer Weg für Trader, die sich durch starke Performance für ein Eval-to-Live-Modell qualifizieren.
Meine Kurzfassung: Für die meisten Trader wirkt LucidFlex am ausgewogensten. LucidPro ist spannend, wenn Du schnell durch die Evaluation willst und die späteren Payout-Regeln sauber einplanst. LucidDirect ist interessant, wenn Du die Evaluation bewusst überspringen willst, aber es ist kein Freifahrtschein. LucidMaxx ist eher ein Zukunftspfad für Trader, die bereits geliefert haben.
Was alle Lucid-Konten gemeinsam haben
Lucid unterscheidet sich von vielen klassischen Futures-Prop-Firmen vor allem durch die Kostenstruktur. Du zahlst für die Evaluation bzw. das Direct-Modell eine Einmalzahlung. Es gibt also kein monatliches Abo, das weiterläuft, solange Du die Challenge noch nicht bestanden hast.
Das ist für viele Trader angenehmer, weil der Zeitdruck raus ist. Du musst nicht jede Woche denken: „Mist, der nächste Monat läuft gleich wieder an.“ Gerade wenn Du seriös traden willst, ist das ein Vorteil.
Wichtig sind aber diese Punkte:
- Es gibt bei Lucid keine zusätzliche Aktivierungsgebühr für den Funded Account.
- Evaluation-Accounts haben kein fixes Ablaufdatum.
- Lucid arbeitet mit End-of-Day Drawdown.
- Positionen in Flex, Pro und Direct müssen bis 4:45 PM Eastern Time geschlossen sein.
- Nach 30 Kalendertagen ohne Trade mit mindestens 1 USD Gewinn oder Verlust kann ein Account als inaktiv gelöscht werden.
- Pro Haushalt sind maximal 10 Evaluation- und Funded-Accounts zusammen möglich, davon maximal 5 aktive Funded Accounts.
Der letzte Punkt ist wichtig, wenn Du skalieren möchtest. Du kannst bei Lucid nicht einfach unbegrenzt Konten stapeln. Die Grenze liegt bei 5 aktiven Funded Accounts pro Haushalt.
LucidFlex: Der einfache und wahrscheinlich rundeste Weg
LucidFlex ist aus meiner Sicht das Modell, das die meisten Trader zuerst prüfen sollten.
In der Evaluation gibt es eine 50%-Consistency-Regel. Das bedeutet vereinfacht: Dein größter Gewinntag darf nicht mehr als die Hälfte Deines gesamten Gewinns ausmachen. Dadurch kannst Du Flex nicht sauber in einem einzigen Tag bestehen. Du brauchst mindestens zwei sinnvolle Gewinntage.
Das klingt erstmal wie ein Nachteil. In der Praxis kann das aber ein gesunder Filter sein. Wer seine Evaluation in einem Tag durchballert, hat oft nicht bewiesen, dass er stabil traden kann. Er hat bewiesen, dass er Risiko nehmen kann.
Bei LucidFlex sieht die Evaluation so aus:
| Account | Profit Target | Max Loss Limit | Consistency | Max Size |
|---|---|---|---|---|
| 25K | 1.250 USD | 1.000 USD | 50% | 2 Minis / 20 Micros |
| 50K | 3.000 USD | 2.000 USD | 50% | 4 Minis / 40 Micros |
| 100K | 6.000 USD | 3.000 USD | 50% | 6 Minis / 60 Micros |
| 150K | 9.000 USD | 4.500 USD | 50% | 10 Minis / 100 Micros |
Der eigentliche Reiz von Flex kommt aber nach der Evaluation.
Im LucidFlex Funded Account gibt es keine Daily Loss Limit, keine Funded-Consistency und keinen Payout-Buffer. Das ist ungewöhnlich angenehm. Du musst zwar weiter den Max Loss Limit respektieren, aber Du hast nicht ständig eine zusätzliche Tagesverlustgrenze oder eine enge Payout-Consistency im Nacken.
Wichtig ist aber die Scaling-Plan-Logik im Flex Funded Account. Die maximale Kontraktzahl ist dort nicht sofort vollständig freigegeben, sondern steigt mit dem erreichten Gewinn im Account. Als maximale Obergrenze gelten je nach Kontogröße 2, 4, 6 oder 10 Minis beziehungsweise 20, 40, 60 oder 100 Micros. In der Praxis passt das gut zum Charakter von Flex: Erst Polster aufbauen, dann größer handeln.
LucidPro: Schneller durch die Evaluation, später etwas anspruchsvoller
LucidPro ist das mittlere Modell. Es ist teurer als Flex, aber günstiger als Direct.
Der große Unterschied liegt in der Evaluation: LucidPro hat keine Consistency-Regel in der Evaluation. Dadurch kannst Du die Evaluation theoretisch in einem Handelstag bestehen, wenn Du das Gewinnziel erreichst und alle anderen Regeln einhältst.
Das macht Pro für Trader interessant, die sehr selektiv handeln und nicht künstlich mehrere Tage erzeugen wollen. Wenn Dein Setup selten kommt, aber dann sauber liefert, kann das ein Vorteil sein.
Die Evaluation-Werte sind bei Pro sehr ähnlich zu Flex:
| Account | Profit Target | Max Loss Limit | Daily Loss Limit | Max Size |
|---|---|---|---|---|
| 25K | 1.250 USD | 1.000 USD | keine | 2 Minis / 20 Micros |
| 50K | 3.000 USD | 2.000 USD | 1.200 USD | 4 Minis / 40 Micros |
| 100K | 6.000 USD | 3.000 USD | 1.800 USD | 6 Minis / 60 Micros |
| 150K | 9.000 USD | 4.500 USD | 2.700 USD | 10 Minis / 100 Micros |
Im Funded Account wird Pro dann aber komplexer.
Für Payouts brauchst Du bei LucidPro:
- ein Minimum Profit Goal pro Payout-Zyklus: 250 USD beim 25K-Konto, 500 USD beim 50K-Konto, 750 USD beim 100K-Konto und 1.000 USD beim 150K-Konto,
- eine 40%-Consistency,
- eine Buffer Balance oberhalb des Drawdowns,
- mindestens 500 USD Payout Request.
Das ist nicht schlimm, aber es ist eben nicht so frei wie Flex. Pro ist damit ein Modell für Trader, die den schnelleren Weg durch die Evaluation höher bewerten als die Einfachheit im Funded Account.
LucidDirect: Direkt in den Funded Account
LucidDirect ist das Instant-Funding-Modell von Lucid für Trader, die keine Evaluation handeln wollen.
Du kaufst den Account und startest direkt in einem simulierten Funded Account. Das klingt maximal bequem. Aber genau hier muss man nüchtern bleiben: Direkt funded bedeutet nicht automatisch leichter.
Direct ist teurer und hat in den Payout-Regeln die strengste Consistency. Bei LucidDirect gilt eine 20%-Consistency im Payout-Zyklus. Dein größter Gewinntag darf also maximal 20% Deines Gesamtgewinns ausmachen. Das ist eng.
Wer also Direct kauft und denkt, er könne schnell einen großen Trade machen und direkt auszahlen lassen, hat das Modell nicht verstanden. Direct spart Dir die Evaluation, verlangt dafür aber mehr Gleichmäßigkeit im Funded Account.
Die wichtigsten Eckdaten:
| Account | Max Loss Limit | Daily Loss Limit | Payout Profit Goal 1 | Profit Goal 2+ |
|---|---|---|---|---|
| 25K | 1.000 USD | keine | 1.500 USD | 1.250 USD |
| 50K | 2.000 USD | 1.200 USD | 3.000 USD | 2.500 USD |
| 100K | 3.500 USD | 2.100 USD | 6.000 USD | 3.500 USD |
| 150K | 5.000 USD | 3.000 USD | 9.000 USD | 4.500 USD |
LucidDirect kann sinnvoll sein, wenn Du sehr genau weißt, was Du tust, bereits stabil profitabel handelst und die Evaluation für Dich eher Zeitverlust als Qualitätssicherung ist.
Für viele Trader ist Direct aber psychologisch gefährlich. Weil man sich durch den höheren Preis und den direkten Funded-Status schnell einredet, jetzt müsse auch sofort etwas passieren.
Genau das ist beim Trading selten eine gute Idee.
Payouts bei Lucid verständlich erklärt
Die Payout-Logik ist der wichtigste Teil bei Lucid. Denn die Modelle unterscheiden sich weniger darin, ob man theoretisch Geld verdienen kann, sondern darin, wie man sich eine Auszahlung sauber freispielt.
Bei LucidFlex brauchst Du 5 qualifizierende profitable Tage. Je nach Accountgröße muss ein Tag mindestens 100, 150, 200 oder 250 USD Gewinn bringen. Zusätzlich muss der Payout-Zyklus netto positiv sein. Der Mindest-Payout liegt bei 500 USD.
Bei LucidPro ist die Sache weniger tagebasiert. Hier brauchst Du ein Minimum Profit Goal, die 40%-Consistency und die Buffer Balance. Die Buffer Balance liegt 100 USD oberhalb des initialen Max Loss Limits: 1.100 USD beim 25K-Konto, 2.100 USD beim 50K-Konto, 3.100 USD beim 100K-Konto und 4.600 USD beim 150K-Konto. Dieser Puffer ist wichtig, weil Lucid nicht möchte, dass Du Dir den Sicherheitsabstand zum Drawdown direkt wieder auszahlen lässt.
Bei LucidDirect gilt die 20%-Consistency. Das macht das Modell trotz Instant-Funded-Charakter streng. Positiv ist aber: Die weiteren Gewinnziele nach dem ersten Payout-Zyklus sind niedriger als das erste.
Alle drei Modelle arbeiten grundsätzlich mit 90/10 Profit Split. Du behältst also 90% des auszahlbaren Gewinns.
End-of-Day Drawdown: Warum das für viele Trader angenehm ist
Ein wichtiger Pluspunkt bei Lucid ist der End-of-Day Drawdown.
Vereinfacht gesagt wird der Max Loss Limit nicht jede Sekunde auf Basis offener Buchgewinne nachgezogen, sondern auf Basis des End-of-Day-Saldos. Das ist für viele Trader angenehmer als ein Intraday-Trailing-Drawdown, weil normale Schwankungen innerhalb eines Trades nicht sofort den Drawdown nach oben ziehen.
Trotzdem darf man das nicht zu locker sehen. Wenn der Max Loss Limit erreicht wird, ist der Account weg. EOD Drawdown ist freundlicher, aber kein Schutz gegen schlechtes Risiko-Management.
Bei Flex und Pro liegen die Max Loss Limits bei:
| Account | Max Loss Limit |
|---|---|
| 25K | 1.000 USD |
| 50K | 2.000 USD |
| 100K | 3.000 USD |
| 150K | 4.500 USD |
Bei Direct sind 100K und 150K etwas anders gesetzt:
| Account | LucidDirect Max Loss Limit |
|---|---|
| 25K | 1.000 USD |
| 50K | 2.000 USD |
| 100K | 3.500 USD |
| 150K | 5.000 USD |
Für mein eigenes Trading wäre die Drawdown-Art ein klarer Pluspunkt. Ich mag Regeln, die gutes Trading fördern, aber nicht jeden offenen Tick gegen mich verwenden.
Plattformen und Datenfeeds
Lucid bietet zwei grobe Wege bei der Plattformauswahl.
Über CQG stehen NinjaTrader, Tradovate und TradingView zur Verfügung. Das ist für viele Trader der einfachste Weg. Gerade TradingView und Tradovate sind niedrigschwelliger, wenn man keine komplexe Orderflow-Umgebung braucht.
Über Rithmic gibt es zusätzliche professionelle Plattformen wie MotiveWave, Quantower, Tradesea, Sierra Chart, Jigsaw, Bookmap, ATAS, R|Trader Pro und MultiCharts.
Meine Einordnung:
- Für viele Einsteiger und normale Futures-Trader reicht CQG völlig aus.
- Wer TradingView liebt, sollte vor allem die Orderausführung und Copy-Trading-Frage vorher prüfen.
- Wer stark mit Orderflow, Footprint, Bookmap oder Sierra Chart arbeitet, wird eher Richtung Rithmic schauen.
- Wer mehrere Accounts parallel handeln will, sollte vor dem Kauf klären, wie das konkrete Copy-Trading-Setup aussehen soll.
Das klingt banal, ist aber wichtig. Ein gutes Kontomodell bringt wenig, wenn die Plattform im Alltag nicht zu Deinem Workflow passt.
LucidLive: Was nach mehreren Payouts passieren kann
Lucid versteht Funded Accounts zunächst als simulierte Handelsumgebung. Gute Trader können später vom Risk Team für Live Trading geprüft werden.
Trader kommen unter anderem dann in die Live-Prüfung, wenn sie den letzten Payout-Level ihres Plans erreicht haben, besonders viel Kapital ausgezahlt bekommen haben oder außergewöhnlich stark performen. Das ist aber keine Garantie. Die finale Entscheidung liegt beim Risk Team.
Wenn ein Trader live geschaltet wird, beginnt das Live-Konto mit 0 USD Startbalance, aber mit Drawdown-Rahmen entsprechend der Accountgröße. Live Accounts bieten Daily Payouts, End-of-Day Drawdown und keine Daily Loss Limit. Außerdem ist Swing-Trading in LucidLive möglich.
Wichtig: Wer live ist, kann nicht einfach nebenbei weitere Sim-Accounts im Haushalt laufen lassen. Lucid behandelt den Live-Status als klare Trennung.
Das ist für die meisten Anfänger noch kein unmittelbares Thema. Aber es zeigt, wohin Lucid gute Trader entwickeln möchte.
LucidMaxx: Spannend, aber nicht für die erste Modellwahl
LucidMaxx gehört der Vollständigkeit halber dazu, sollte aber nicht als normales Kontomodell missverstanden werden.
LucidMaxx ist ein Invite-only-Programm für besonders konstante und profitable Trader. Du kannst es also nicht einfach aktiv auswählen, weil es gerade interessant klingt. Der Zugang entsteht durch nachgewiesene Performance.
Der Reiz liegt darin, dass LucidMaxx nach bestandener Evaluation direkt in ein Live-Modell führt. Dazu kommen Daily Payouts, keine Payout-Caps, keine Daily Loss Limit und bis zu 5 Accounts.
Für diesen Artikel ist LucidMaxx vor allem als Ausblick wichtig: Lucid versucht offenbar, starke Trader langfristig in eine bessere Struktur zu überführen. Für die erste Modellwahl bleiben aber Flex, Pro und Direct entscheidend.
Für wen eignet sich welches Modell?
Wenn ich die Modelle auf konkrete Trader-Profile herunterbreche, würde ich es so sehen:
LucidFlex eignet sich für Dich, wenn ...
- Du einen günstigen, soliden Einstieg suchst.
- Du keine monatliche Subscription möchtest.
- Du mit einer Evaluation leben kannst.
- Du im Funded Account möglichst wenig Zusatzregeln willst.
- Du nicht zwingend in einem Tag bestehen musst.
Flex ist für mich das Modell mit dem besten Verhältnis aus Preis, Regelklarheit und späterer Freiheit im Funded Account.
LucidPro eignet sich für Dich, wenn ...
- Du die Evaluation schnell bestehen möchtest.
- Du kein Problem mit Daily Loss Limit ab 50K hast.
- Du Payout-Regeln wie Profit Goal, Buffer und 40%-Consistency sauber einplanen kannst.
- Du lieber mehr im Funded Account beachtest, aber dafür früher durch die Evaluation kommst.
Pro ist nicht schlechter als Flex. Es verschiebt nur die Schwierigkeit: weniger Hürde in der Evaluation, mehr Struktur beim Payout.
LucidDirect eignet sich für Dich, wenn ...
- Du bewusst keine Evaluation handeln willst.
- Du bereits eine stabile Strategie hast.
- Du mit 20%-Consistency leben kannst.
- Du die höheren Einstiegskosten akzeptierst.
- Du nicht aus Ungeduld direkt funded gehen willst.
Direct kann für erfahrene Trader sinnvoll sein. Für ungeduldige Trader ist es gefährlich.
LucidMaxx ist nur relevant, wenn ...
- Du bereits bei Lucid starke Performance gezeigt hast.
- Du für das Programm eingeladen wirst.
- Du mit Live-Kapital und Daily Payouts professionell umgehen kannst.
Maxx ist kein Shortcut. Es ist eher eine Belohnung für Trader, die vorher schon gezeigt haben, dass sie sauber handeln können.
Die Kernfrage: Was soll Dir das Modell erleichtern?
Bei Lucid würde ich nicht nur nach Preis, Kontogröße und Rabatt entscheiden. Die Modelle erleichtern jeweils etwas anderes.
Flex macht den Funded Account übersichtlicher. Pro macht die Evaluation schneller. Direct spart die Evaluation komplett, ist dafür bei Payouts strenger.
Damit wird die Entscheidung recht nüchtern: Willst Du nach der Evaluation möglichst wenig Zusatzregeln, ist Flex am naheliegendsten. Willst Du schneller durch die Evaluation, passt Pro besser. Willst Du gar keine Evaluation handeln, ist Direct konsequent, aber nicht automatisch einfacher.
Lucid als echte Alternative zu Topstep
Ich würde Lucid nicht nur als „Topstep-Alternative“ betrachten. Dafür ist das Angebot inzwischen eigenständig genug. Im Prop-Firmen-Gesundheitscheck 2026 ist Lucid außerdem vor allem als stark wachsender Anbieter aufgefallen, nicht nur als Reaktion auf andere Firmen.
Trotzdem konkurriert Lucid in einem Bereich, der für viele frühere Topstep-Trader interessant ist: einfache EOD-Modelle mit klaren Funded-Regeln. Besonders LucidFlex trifft hier einen Nerv, weil es Einmalzahlung, EOD Drawdown, keine Aktivierungsgebühr und im Funded Account vergleichsweise einfache Regeln kombiniert.
Meine persönliche Einordnung
Wenn ich heute ganz nüchtern ein Lucid-Modell auswählen müsste, würde ich zuerst LucidFlex prüfen.
Nicht, weil es in jedem Punkt das spektakulärste Modell ist. Sondern weil es für viele Trader am wenigsten falsche Anreize setzt. Die Evaluation zwingt zu mindestens etwas Gleichmäßigkeit. Der Funded Account ist danach vergleichsweise klar. Keine Daily Loss Limit. Keine Funded-Consistency. Kein Buffer.
LucidPro kann sinnvoll sein, wenn Du genau weißt, dass Du schnelle Evaluationen bevorzugst. LucidDirect kann sinnvoll sein, wenn Du wirklich keinen Evaluation-Umweg möchtest. Aber beide Modelle verlangen später mehr Aufmerksamkeit bei den Payout-Regeln.
Und genau das ist mein wichtigster Rat: Wähle bei Lucid nicht einfach das Modell, das am schnellsten klingt. Wähle das Modell, dessen Regeln zu Deinem tatsächlichen Trading passen.
Fazit
Lucid Trading ist spannend, weil der Anbieter nicht nur ein weiteres Standard-Evaluation-Modell anbietet. LucidFlex, LucidPro und LucidDirect sprechen unterschiedliche Trader-Typen an.
Flex ist der günstigere und rundere Allrounder. Pro ist der schnellere Weg durch die Evaluation. Direct ist der direkte Start in den Funded Account, aber mit strengeren Payout-Anforderungen. Maxx ist ein späterer Invite-only-Weg für Trader, die bereits bewiesen haben, dass sie liefern können.
Für die meisten Trader dürfte LucidFlex der beste erste Prüfpunkt sein. Nicht, weil es perfekt ist, sondern weil es Preis, Regelwerk und Payout-Logik am saubersten miteinander verbindet.
Wer tiefer in Anbieterwerte, aktuelle Preise, Rabattcode, Payouts und Firmendaten einsteigen möchte, findet die laufend gepflegte Übersicht auf der Lucid Trading Firmenseite.
Stand der Einordnung: Juni 2026. Regeln, Preise und Aktionen können sich ändern. Prüfe vor dem Abschluss immer die aktuellen Angaben im Checkout und im offiziellen Lucid Help Center.
Neuigkeiten bei Lucid Trading

Simon Rimkus @ der/proptrader
Auf derproptrader.de teile ich meinen Alltag als Futures-Trader mit Prop-Firmen. Ich handle ES & NQ mit dem Anchored VWAP und schreibe über meine Erfahrungen mit Evaluierungen, Funded-Accounts, Auszahlungen, Regelwerken und Trading-Psychologie — ehrlich, praxisnah und ohne Marketing-Blabla.


