TradeDay 2.0 erklärt: Quick-Pay, Fast-Pass und alle Regeln

Prop-Trading

TradeDay hat im Mai 2026 sein Angebot neu aufgestellt. Quick-Pay, Fast-Pass, Preise, Payouts und Drawdown-Regeln im Überblick, mit ehrlicher Einordnung.

TradeDay 2.0 Logo auf dunklem Hintergrund

TradeDay gehört zu den ältesten aktiven Futures-Prop-Firmen: seit 2020 am Markt, mit echtem Büro in Chicago und einem Team, das aus dem klassischen Börsenumfeld kommt. Genau diese Firma hat im Mai 2026 ihr komplettes Angebot eingestampft und neu aufgebaut. TradeDay nennt das selbst „TradeDay 2.0".

Solche Relaunches gibt es in der Prop-Branche ständig, meistens als Marketing-Feuerwerk mit neuen Namen für alte Konten. Bei TradeDay ist das anders gelagert: Aus einem über Jahre gewachsenen Katalog an Kontomodellen wurden zwei klar getrennte Wege, und ein paar Dinge wurden gestrichen, die woanders selbstverständlich zur Kasse gebeten werden.

In diesem Artikel gehe ich die Änderungen nüchtern durch: was neu ist, wo die Haken liegen und für wen sich welcher Weg lohnt. Die Grundlage sind die offizielle 2.0-Ankündigung von TradeDay und das Help-Center, in dem die Regeln im Detail stehen.

Kurzfassung: Die wichtigsten Änderungen

Wenn Du nur die Essenz willst, sind es diese fünf Punkte:

  • Nur noch zwei Wege: Quick-Pay (Auszahlungen ab Tag 1) und Fast-Pass (schnelles Bestehen ohne Mindest-Handelstage). Alle älteren Kontomodelle sind für Neukäufe eingestellt.
  • Keine Aktivierungsgebühr mehr: Nach bestandener Evaluation fällt keine Funded-Gebühr an. Das Evaluation-Abo endet automatisch mit dem Bestehen.
  • Niedrigster Einstieg der Firmengeschichte: Der 50k-Account startet regulär bei 131 USD pro Monat, mit Rabattcode rechnerisch ab ca. 59 USD.
  • Vereinfachte Payouts: Die alten Milestone-Stufen sind abgeschafft. Quick-Pay zahlt ab Tag 1 ohne Buffer, Mindestbetrag 250 USD.
  • Bestandskonten bleiben unberührt: Wer schon einen Account hat, tradet zu unveränderten Regeln weiter.

Und ein Punkt, der kein Feature ist, aber für mich zur Story gehört: TradeDay veröffentlicht seit dem Update die eigene Pass-Quote. 36% im ersten Halbjahr 2026. Dazu später mehr.

Was ist TradeDay 2.0?

TradeDay begründet den Umbau damit, dass das Angebot über die Jahre zu kompliziert geworden war. Wer sich vor dem Update durch die Kontenauswahl geklickt hat, weiß, was gemeint ist: verschiedene Modelle, Milestones, unterschiedliche Payout-Logiken. Das 2.0-Update räumt auf und reduziert alles auf eine einzige Entscheidung: Willst Du schnell auszahlen oder schnell bestehen?

Beide Wege führen über eine Evaluation im 50k-, 100k- oder 150k-Format, mit denselben Profit-Targets (3.000, 6.000 bzw. 9.000 USD) und denselben Maximum-Loss-Limits (2.000, 3.000 bzw. 4.500 USD). Die Evaluation läuft als Monatsabo, das mit dem Bestehen automatisch endet. Danach geht es in den Funded-Sim, und wer dort dauerhaft sauber tradet, kann in ein echtes Live-Konto aufsteigen.

Was TradeDay dabei von vielen Wettbewerbern unterscheidet: Es gibt kein Daily-Loss-Limit und im Funded-Account keine Consistency-Regel. Beides gilt für beide Wege.

Quick-Pay: Auszahlungen ab Tag 1, aber mit Spielregeln

Quick-Pay ist die Weiterentwicklung des bisherigen TradeDay-Modells und macht das, was der Name verspricht: Die erste Auszahlung ist ab dem ersten Tag im Funded-Sim möglich. Ohne Payout-Buffer, mit 250 USD Mindestbetrag und einer Bearbeitung, die laut TradeDay meist unter 24 Stunden an Werktagen liegt. Das ist im Futures-Prop-Bereich immer noch die Ausnahme.

Dafür gelten in der Evaluation klare Spielregeln: mindestens 5 Handelstage und eine 30%-Consistency, also kein Tag über 30% des Gesamtgewinns. Ein einzelner großer Tag bringt Dich hier nicht durch, TradeDay will eine Erfolgsbilanz über mehrere Tage sehen.

Und es gibt eine zweite Gegenleistung, die Du kennen musst: Der Profit-Split im Quick-Pay Funded-Sim startet bei 50/50 für die ersten 4.000 USD Nettogewinn, erst darüber gilt 80/20. Die Day-One-Payouts sind also nicht geschenkt, sie kosten Dich am Anfang die Hälfte des Gewinns. Wer das weiß und trotzdem früh Geld sehen will, bekommt hier genau das. Wer auf maximalen Gewinnanteil optimiert, sollte weiterlesen.

Fast-Pass: Schneller bestehen, später auszahlen

Fast-Pass ist der neue zweite Weg und dreht die Logik um. In der Evaluation gibt es keine Mindest-Handelstage und eine lockerere 45%-Consistency. Wer gut läuft, kann die Evaluation in wenigen Tagen abschließen.

Dafür verschiebt sich die Hürde nach hinten: Vor der ersten Auszahlung verlangt TradeDay 5 profitable Handelstage mit einem Mindestgewinn pro Tag, der je nach Kontogröße zwischen 150 und 250 USD liegt. Der Profit-Split ist mit durchgehend 80/20 im Funded-Sim dafür deutlich besser als der Quick-Pay-Einstieg.

Fast-Pass ist damit der Weg für Trader, die nicht auf die erste schnelle Auszahlung schielen, sondern auf das Gesamtpaket: schneller durch die Evaluation, besserer Split, und die Payout-Voraussetzung erfüllt sich bei konsistentem Trading ohnehin nebenbei.

Quick-Pay vs. Fast-Pass im direkten Vergleich

Kriterium
Quick-Pay
Fast-Pass
Mindest-Handelstage (Evaluation)
5 Tage
keine
Consistency (Evaluation)
30%
45%
Drawdown
Evaluation: Intraday oder EOD wählbar, Funded-Sim: immer Intraday
durchgehend EOD
Erste Auszahlung
ab Tag 1 im Funded-Sim
nach 5 profitablen Tagen (150 bis 250 USD Mindestgewinn pro Tag)
Profit-Split (Funded-Sim)
50/50 bis 4.000 USD Nettogewinn, darüber 80/20
durchgehend 80/20
Typischer Trader
will früh erste Payouts sehen
will schnell bestehen und besser splitten

In beiden Fällen gilt: kein Daily-Loss-Limit, keine Consistency im Funded-Account, keine Aktivierungsgebühr. Die Consistency-Regeln enden mit der Evaluation, danach zählt nur noch der Drawdown.

Preise und Rabatt: Der günstigste TradeDay-Einstieg bisher

TradeDay bewirbt den 2.0-Launch als den niedrigsten 50k-Einstiegspreis der Firmengeschichte. Die regulären Abo-Preise sehen aktuell so aus:

KontoQuick-Pay IntradayQuick-Pay EODFast-Pass
50k131 USD175 USD189 USD
100k240 USD285 USD330 USD
150k360 USD400 USD500 USD

Wichtig zur Einordnung: Das sind Monatsabos, keine Einmalzahlungen. Das Abo endet automatisch mit dem Bestehen der Evaluation, danach fällt keine Funded-Gebühr an. Wer die Evaluation nicht besteht, zahlt für einen Reset je nach Modell und Kontogröße zwischen ca. 59 und 225 USD oder wartet auf die nächste Abo-Erneuerung.

Mit meinem Code gibt es aktuell bis zu 55% Rabatt auf die Evaluation-Abos. Der 50k Quick-Pay Intraday Account liegt damit rechnerisch bei ca. 59 USD im Monat. Wie immer gilt: Den finalen Preis vor dem Kauf direkt im Checkout prüfen, gerade bei Prop-Firmen sind Rabatte beweglich.

Der Stolperstein: Drawdown-Wechsel im Quick-Pay

Jetzt zu dem Punkt, den Du auf keinen Fall überlesen solltest, weil er das Risikoprofil Deines Funded-Accounts verändert.

Bei Quick-Pay kannst Du die Evaluation als Intraday- oder EOD-Variante kaufen. Die EOD-Variante ist teurer und angenehmer zu traden, weil der Trailing Drawdown nur auf Schlusskursbasis nachzieht. So weit, so bekannt.

Der Haken: Der Quick-Pay Funded-Sim arbeitet immer mit Intraday-Drawdown. Auch dann, wenn Du die Evaluation als EOD-Variante bestanden hast. Du bezahlst also mehr für eine komfortablere Evaluation, landest danach aber trotzdem in einem Account, dessen Drawdown intraday nachzieht und offene Buchgewinne mitzählt.

Das ist kein Kleingedrucktes, sondern ein anderes Spiel. Wer seine Trade-Steuerung in der EOD-Evaluation aufgebaut hat, muss sie im Funded-Sim anpassen. Bei Fast-Pass gibt es diesen Bruch nicht, dort bleibt es durchgehend bei EOD. Falls Dir der Unterschied zwischen den Drawdown-Varianten nicht ganz klar ist, habe ich die Mechanik im Artikel zum Trailing Drawdown im Futures-Prop-Trading ausführlich erklärt.

Funded-Live: Der Weg zum echten Live-Konto

Der Teil des Updates, der am wenigsten Aufmerksamkeit bekommt, aber langfristig am interessantesten ist: TradeDay hat den Weg vom Funded-Sim ins echte Live-Konto klarer strukturiert.

Erfolgreiche Funded-Sim-Trader können ins Funded-Live wechseln, mit bis zu 5 aktiven Live-Konten, klaren Scaling-Regeln für Positionsgrößen und einem 90/10-Split. Dafür kommen die realen Kosten des Live-Handels dazu, vor allem CME-Datengebühren von ca. 156 USD pro Exchange und Monat.

Warum ich das erwähne: Die meisten Futures-Prop-Firmen leben komplett in der Simulation. Ein definierter, tatsächlich erreichbarer Live-Pfad ist ein Qualitätsmerkmal, weil er zeigt, dass das Geschäftsmodell nicht allein vom Verkauf neuer Challenges abhängt. TradeDay steht außerdem auf der offiziellen Partnerliste des Tradovate-Prop-Programms, was zur Seriosität dieses Wegs passt.

Die 36%-Pass-Quote: Transparenz als Statement

Mit dem 2.0-Update hat TradeDay etwas veröffentlicht, das ich in dieser Form von kaum einer Prop-Firma kenne: die eigene Pass-Quote. 36% der Evaluations wurden im ersten Halbjahr 2026 bestanden.

TradeDay kommentiert das selbst nüchtern: Die Evaluation ist auch für erfahrene Trader schwer zu bestehen. Man kann diese Zahl auf zwei Arten lesen. Als Warnung, dass fast zwei Drittel scheitern. Oder als das, was sie aus meiner Sicht ist: ein seltenes Stück Ehrlichkeit in einer Branche, die sonst lieber mit Payout-Screenshots wirbt.

Eine Firma, die ihre Pass-Quote freiwillig offenlegt, nimmt sich selbst die Möglichkeit, die Challenge als leicht verdientes Geld zu vermarkten. Das passt zu dem Bild, das TradeDay insgesamt abgibt: veröffentlichte Auszahlungssumme von über 10 Mio. USD seit 2020, ausführliches Help-Center, tägliche Livestreams vom eigenen Trading-Floor. Das garantiert nichts, aber es unterscheidet TradeDay spürbar von anonymen Challenge-Verkäufern.

Was Bestandskunden wissen müssen

Falls Du schon vor Mai 2026 einen TradeDay-Account hattest, ist die wichtigste Nachricht: Es ändert sich nichts. Bestehende Accounts laufen mit unveränderten Regeln weiter, TradeDay hat das in der Ankündigung ausdrücklich zugesichert. Die alten Kontomodelle wurden nur für Neukäufe eingestellt.

Interessant wird es, wenn Du ein altes Konto verlierst oder zusätzlich skalieren willst: Dann geht es zwangsläufig in die neue 2.0-Welt mit Quick-Pay oder Fast-Pass. Spätestens dann lohnt sich der Blick auf die Unterschiede oben, denn die neuen Regeln sind nicht besser oder schlechter als die alten, aber anders.

Noch zwei Punkte für Trader mit mehreren Konten: TradeDay erlaubt bis zu 6 Konten gleichzeitig, davon maximal 3 aktive Funded-Sims, alle auf einer Plattform. Copy-Trading zwischen den eigenen Konten ist erlaubt, Hedging zwischen Konten und gekaufte Third-Party-Bots sind es nicht.

Für wen lohnt sich welcher Weg?

Quick-Pay passt zu Dir, wenn ...

  • Du möglichst früh erste Auszahlungen sehen willst, auch wenn sie anfangs 50/50 geteilt werden.
  • Du in der Evaluation ohnehin über mehrere Tage verteilt tradest und die 30%-Consistency Dich nicht einschränkt.
  • Du mit Intraday-Drawdown im Funded-Sim umgehen kannst oder Deine Evaluation gleich als Intraday-Variante kaufst.

Fast-Pass passt zu Dir, wenn ...

  • Du die Evaluation schnell hinter Dich bringen willst, ohne auf Mindest-Handelstage zu warten.
  • Dir der durchgehende 80/20-Split wichtiger ist als die erste Auszahlung in der ersten Woche.
  • Du den EOD-Drawdown aus der Evaluation auch im Funded-Account behalten willst.

TradeDay ist generell nichts für Dich, wenn ...

  • Du Positionen über Nacht halten willst. Alle Positionen müssen vor Sessionschluss geschlossen werden.
  • Dein Ergebnis von einzelnen großen Tagen lebt. Die Consistency-Regeln der Evaluation bremsen genau das aus.
  • Du mit gekauften Bots oder vollautomatischen Strategien arbeitest.

Fazit

TradeDay 2.0 ist einer der wenigen Prop-Firm-Relaunches der letzten Zeit, bei dem nach dem Marketing-Nebel tatsächlich ein besseres Angebot übrig bleibt: weniger Kontomodelle, klarere Regeln, gestrichene Aktivierungsgebühr und zwei Wege, die sich ehrlich voneinander unterscheiden.

Meine Einordnung: Quick-Pay ist das Alleinstellungsmerkmal, Fast-Pass ist für viele Trader der rundere Deal. Day-One-Payouts ohne Buffer bietet kaum jemand, aber der 50/50-Einstiegssplit und der Intraday-Drawdown im Funded-Sim sind ein echter Preis dafür. Wer nicht auf die schnelle erste Auszahlung angewiesen ist, bekommt mit Fast-Pass den besseren Split und das konsistentere Drawdown-Modell.

Unabhängig vom Weg bleibt TradeDay das, was die Firma schon vor dem Update war: einer der seriöseren Anbieter im Futures-Prop-Bereich, mit echter Historie, transparenter Kommunikation und einem Live-Pfad, der den Namen verdient.

Die laufend gepflegten Daten zu Preisen, Rabattcode, Konten und meiner Bewertung findest Du auf der TradeDay Firmenseite.

Häufige Fragen

Kurze Antworten auf die wichtigsten Fragen zu TradeDay 2.0, Quick-Pay und Fast-Pass.

TradeDay hat das 2.0-Update Ende Mai 2026 angekündigt. Seitdem sind für Neukäufe nur noch Quick-Pay und Fast-Pass verfügbar, die älteren Kontomodelle wurden aus dem Verkauf genommen. Bestandskonten laufen mit ihren bisherigen Regeln weiter.

Bestehende Accounts laufen unverändert weiter, mit denselben Regeln wie vor dem Update. Die älteren Kontomodelle wurden nur für Neukäufe eingestellt. Wer heute neu startet, wählt zwischen Quick-Pay und Fast-Pass.

Quick-Pay passt zu Tradern, die möglichst früh erste Auszahlungen sehen wollen und mit der 30%-Consistency plus mindestens 5 Handelstagen in der Evaluation leben können. Fast-Pass passt zu Tradern, die ohne Mindest-Handelstage schnell bestehen wollen und dafür akzeptieren, dass die erste Auszahlung erst nach 5 profitablen Handelstagen möglich ist.

Die EOD-Variante ist in der Evaluation angenehmer, kostet aber mehr und schützt Dich nicht im Funded-Account: Der Quick-Pay Funded-Sim arbeitet immer mit Intraday-Drawdown. Wer den EOD-Drawdown dauerhaft behalten will, sollte stattdessen Fast-Pass wählen. Die Intraday-Variante der Quick-Pay-Evaluation ist günstiger und bereitet gleichzeitig auf die Funded-Bedingungen vor.

TradeDay hat für das erste Halbjahr 2026 eine Pass-Quote von 36% veröffentlicht. Dass eine Prop-Firma diese Zahl überhaupt offenlegt, ist im Futures-Prop-Bereich eine absolute Ausnahme.

Ja. Mit dem Code gibt es bei TradeDay aktuell bis zu 55% Rabatt auf die Evaluation-Abos. Ein 50k Quick-Pay Intraday Account liegt damit rechnerisch bei ca. 59 USD statt 131 USD pro Monat. Den finalen Preis bitte immer direkt im Checkout prüfen.

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Simon Rimkus

Simon Rimkus @ der/proptrader

Auf derproptrader.de teile ich meinen Alltag als Futures-Trader mit Prop-Firmen. Ich handle ES & NQ mit dem Anchored VWAP und schreibe über meine Erfahrungen mit Evaluierungen, Funded-Accounts, Auszahlungen, Regelwerken und Trading-Psychologie — ehrlich, praxisnah und ohne Marketing-Blabla.

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