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NinjaTrader auf dem Mac installieren

Wenn Du Futures tradest, bist Du sicher schonmal über den NinjaTrader gestolpert. Derzeit ist diese Plattform mein Favorit. Da es NinjaTrader aber nur für Windows gibt, ich jedoch auf einem Mac arbeite, musste ich einen Weg finden, diese Hürde zu umgehen.

NinjaTrader 8

Meine bisherige Prop-Trading-Karriere hat sich im Bereich der Futures abgespielt. Dafür finde ich seit jeher, dass NinjaTrader die beste Lösung für meine Scalping-Strategie bietet. Beim Volumen-Trading z. B. gibt es sicher bessere. Bis auf dass es den NinjaTrader nur für Windows gibt und einigen anderen Details, ist es die (fast) perfekte Lösung für mich.

Die Macht des Apfels

Seit mehr als 15 Jahren verwende ich ausschließlich Mac. Besonders in meiner Zeit als Webdesigner war Windows nie eine Option für mich. Und mit dem was Apple gerade mit seinen neuen Chips so zaubert, wird sich das auch nicht so schnell ändern. Daher musste ich die Lösung finden, den NinjaTrader irgendwie auf meinen iMac zu bekommen.

Apple Boot Camp

Die erste Lösung, die mir in den Sinn kam, war Boot Camp. Mit diesem Dienstprogramm kann auf einem Intel-Mac ein Dual-Boot-System angelegt werden. Es wird also eine echte Partition erzeugt, die dann separat gebootet werden kann.

Für mich ist diese Variante nicht sehr nützlich, da ich neben der Nutzung des NinjaTraders auch gleichzeitig auf meine Mac-Programme zugreifen möchte. Es muss also eine Lösung sein, die parallel laufen kann. Damit wären wir auch schon beim Stichwort.

Parallels Desktop

Im Gegensatz zur ersten Lösung ist Parallels Desktop eine virtuelle Maschine, mit der Windows auf dem Mac ausgeführt werden kann.

Großer Vorteil ist, dass Windows quasi in einem Container ausgeführt wird. So ist es möglich weiterhin Mac-Programme zu nutzen. Außerdem kann auf Dateien gemeinsam zugegriffen werden. Wenn man eine Datei auf dem Desktop ablegt, steht diese sowohl über Windows als auch auf dem Mac-Hauptgerät zur Verfügung.

Die Basis-Lizenz für Parallels Desktop kostet für 1 Computer 79,99€. Die benötigte Windows-Lizenz muss separat gekauft werden.

Diese Lösung habe ich zur Zeit im Einsatz und bin mit der Stabilität absolut zufrieden. Man arbeitet flüssig, ich hatte bisher keinerlei Probleme und kann den Einsatz daher empfehlen.

VPS – Virtueller Cloud-Server

Eine weitere Lösung, mit der ich mich beschäftigen möchte, ist der Einsatz eines VPS (Virtual Private Server). Vereinfacht gesagt, wird dabei nach Deinen Vorgaben ein virtueller Server in der Cloud eingerichtet. Auf diesem können Windows als Betriebssystem und gewünschte Programme installiert werden.

Mit einem separaten Programm kann dieser virtuelle Server angesprochen und Windows ebenfalls als Container auf dem Mac genutzt werden. Das klingt erstmal kompliziert, wenn man so etwas nie vorher angefasst hat. Ist aber heutzutage sehr einfach zu installieren.

Cloud-Service

Für den Cloud-Server habe ich den Service clouding.io gefunden. Es gibt sicher auch andere. Aber dieser Anbieter ist spanisch (support your local cloud provider!) und bietet das für mich attraktive Modell der Abrechnung nach Stunden an. Da ich meist nur 2 – 3 Stunden am Tag trade, kann ich diesen Server dafür anschalten und zahle nur effektiv genutzte Zeit.

Kostenbeispiel:
Ein Server mit Windows-Lizenz, 8 GB RAM, 2 Cores und 40 GB Festplatte würde 0.03980€ pro Stunde kosten. Überschaubar also!

Remote-Desktop

Um diesen Server vom Mac aus ansteuern zu können, kann man sich ein Programm wie Microsoft Remote Desktop installieren. Darüber kann ich den Server ansteuern und Windows als Container auf dem Mac parallel zu anderen Applikationen nutzen.

NinjaTrader auf dem iPhone / iPad

Mit dieser Lösung und einer App wie Microsoft Remote Desktop ist es darüberhinaus möglich, den NinjaTrader auf mobilen Endgeräten zu nutzen. Das kann als weitere Sicherheit sinnvoll sein, wenn man über den eigenen Desktop-Rechner nicht an den NinjaTrader kommt (z. B. bei einem Stromausfall). Oder man kann eine offene Position verwalten obwohl man unterwegs ist. In Ermangelung einer mobilen App kann man diesen kleinen Umweg nutzen.

Fazit

Es gibt also durchaus Optionen für den NinjaTrader auf dem Mac. Weil ich die VPS-Lösung zunächst nicht kannte, hatte ich mir damals Parallels gekauft. Aber mit einem VPS, den man stundenweise mieten kann, fährt man sicher etwas kostengünstiger.

Außerdem wird der VPS interessant, sobald ich mehrere NinjaTrader-Installationen benötige. Das ist z. B. der Fall, wenn ich Trades von einem Trading-Konto auf ein anderes kopieren möchte und beide über Rithmic laufen, was bei den meisten Futures-Prop-Firmen so ist. Wie das geht, berichte ich in einem weiteren Artikel sobald ich es getestet habe.

Wenn Du noch einen Prop-Trading-Anbieter für den Futures-Bereich suchst, kann ich Dir UProfit sehr empfehlen. Die Regeln sind absolut fair und der Button rechts oft mit attraktiven Rabatten verknüpft.
Solltest Du noch einen guten Anbieter im Futures-Prop-Trading brauchen, kann ich Dir Apex Trader Funding empfehlen. Die Regeln sind attraktiv und trotz des jungen Alters gibt es viel gutes Feedback aus der Community.

5 Kommentare

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Hi, verstehe ich das richtig dass ich mein NinjaTrader program auf dem VPS cloud-server installieren und dann über meine Macs benutzen kann – indem ich Microsoft Remote Desktop auf meinem MacPC, MacNotebook und Macipad installiere?
Das NinjaTrader program wäre dann jeweils dasselbe, i.e. die charts die ich annotiere erscheinen dann auf allen Geräten und können entsprechend bearbeitet werden??
Vielen Dank, beste Grüße Peter

Hallo Peter!

Ja, ganz genau. Ein großer Vorteil ist, dass dann auch gleich alles synchronisiert wird. Du greifst über den Remote Desktop immer auf dieselbe Instanz zu. Wenn man mehrere Geräte benutzt, ist das auf jeden Fall eine Erleichterung.

Hallo Simon,

wenn Du über Parallels mit Ninjatrader auf dem Mac arbeitest, oder über VPS Server, gibt es da lags bzw. Verzögerungen in der Orderausführung? Oder Verzögerungen beim Data feed?

Danke
Gerhard

Hallo Gerhard,

Verzögerungen oder irgendwelche Unterschiede zu nativen Lösungen konnte ich bisher absolut nicht feststellen. Ich trade ja meist im 1-Minuten- oder gar Tick-Chart. Probleme bei der Orderausführung wären mir sofort aufgefallen.

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